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VLC – Die eierlegende Wollmilchsau der Multimediaplayer

VLC oder Video Lan Client ist einer der beliebtesten Multimedia Playern in der OpenSource-Welt. Dies liegt vermutlich vor allem an der Tatsache, dass VLC auf alle großen Plattformen portiert wurde, momentan ist er für OS X, Linux, FreeBSD, Windows, WindowsCD und BeOS erhältlich und deckt somit den Großteil des Anwendersprektrum ab. Hier werde ich nun vorallem auf die OS X Variante eingehen und zeigen, wie sie sich gegen den hauseigenen QuickTime Player schlägt:

Die GUI ist, genau wie bei Quicktime (QT), in “Brushed Metal” gehalten. Links sieht man das Hauptfenster von VLC im “Kompaktmodus”, hier sind die nötigsten Funktionen für eine unkomplizierte Bedienung vertreten. Klickt man auf den Knopf rechts unten am Rand, so weitet sich das Fenster aus und schaft Platz für die Playliste. Hier zeigt sich bereits einer der Vorzüge, da der QT Player von Haus aus keine Playlisten-Funktion hat und per Drag & Drop kann VLC somit mit mehreren Film- und Musikdateien beladen werden.

VLCs Formatbandbreite ist enorm, u.a. spielt es auch MPEG 4 Videos, mit h.264 kodiert, ohne Probleme. Auf der VLC Homepage gibt es eine detailierte Auflistung aller unterstützten Formate. Neben dem oben gezeigten Fenstermodus beherrscht VLC auch den Vollbildmodus, was der QuickTime Player nur in der kostenpflichtigen “Pro Variante” anbietet.

Der Vollbildmodus steht der teuren QuickTime Version in nichts nach. Durch ein On-Screen-Display, welches sich durch Mausbewegungen eingeblendet, kann genaus so wie im “Kompaktmodus” die Wiedergabe gesteuert werden.

Obwohl es auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, stecken in VLC Funktionen die weit über den Umfang eines herkömmlichen Medienplayer hinaus gehen. So bietet VLC die Möglichkeit Videos über ein Netzwerk zu streamen, diese Streams können dann auf dem Client-Rechner mit VLC oder einer kompatiblen Software empfangen werden und dabei wird dem Benutzer die freie Wahl zwischen den verschiedensten Codec-Kombinationen für Video und Audio überlassen.

Ein weiters Highlight ist die Möglichkeit Videos aus der Playliste mittels eines Export-Wizard, ähnlich dem Streaming-Wizard, in ein anderes Videoformat zu konvertieren. Genau wie beim Streamen stehen hier alle unterstützten Multimedia-Codecs zu verfügung (s. Homepage)

Fazit:

Im Vergleich zum QT-Player ist VLC der eindeutige Sieger, auf der Player-Ebene bietet es identische Funktionen, jedoch unter Einsatz von OpenSource-Technologie. Da die kostenlose QT-Player Variante noch nicht mal einen Vollbildmodus bereitstellt und VLC zusätzlich sogar die Möglichkeit bereitstellt mehrere Videos über eine Playlist zu verwalten gibt es hier eigentlich kein Argument, dass für den QT-Player sprechen würde. Hinzu kommt die Fähigkeit Videos zu streamen, was VLC im Bereich der Verteilung über ein LAN in die Nähe von iTunes rücken läßt und die Möglichkeit Videos zu konvertieren bietet, für den nicht professionellen Video-Anwender, eine gute Alternative zu kostenpflichtiger Konverter-Software, wie z. B. Apples Compressor. Das einzige Manko, von dem ich Berichten kann, ist die unangenehme Eigenschaft VLCs, gelegentlich beim beenden abzustürzen, es bleibt dann nur noch die Möglichkeit VLC über die Schaltfläche “Sofort beenden” zu schließen!

Features:

  • große Formatbandbreite (inkl. DVD-Player)
  • Playlist
  • Vollbildmodus
  • Streaming Server/Client
  • Videokonverter
  • platformübergreifend
  • unterstützt die Apple Infrarotfernbedinung

Homepage
Download: VLC 0.8.6b

Der Artikel „VLC – Die eierlegende Wollmilchsau der Multimediaplayer“ wurde von DerHandwerk verfasst und am 07.06.2007 um 17:27 Uhr unter der Kategorie Allgemein veröffentlicht. Dieser RSS 2.0 Feed informiert über die neusten Kommentare. Über einen Kommentar, oder Trackback würde ich mich freuen.

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