Leider ist es einige Zeit her, dass ich hier etwas geschrieben habe, aber das will ich wieder ändern! Zum Thema: Mich nervt schon eine ganze Weile, dass es diesen Scanner-Treiber nur als PowerPC-Version gibt und von Canon einfach nicht aktualisiert wird. Der Scanner selbst, könnte kaum besser sein …
Wenn ich also „Digitale Bilder“ mit Hilfe von Rosetta starte, ist das Programm an sich schon langsamer – was ja an sich kein Problem darstellen würde – wenn nicht auch der gesamte Scanvorgang langsamer wäre. Für ein bis zwei Seiten mag das ja noch okay sein, aber wenn es mal mehr sein soll, nervt es leicht! Insbesondere, weil dieser Scanner nicht zur langsamen Truppe gehört.
Also habe ich mir überlegt, wie ich das Problem in den Griff bekommen kann …

Was habe also getan, um einen möglichst natives „Scan-Gefühl“ unter Mac OS X zu erhalten?
Als erstes habe ich versucht den Windows-Treiber mit Hilfe von Darwine zum laufen zu bekommen – aber dieser Versuch war nicht gerade von Erfolg geschmückt. Wenn jemand in dieser Hinsicht Tipps oder ähnliches hat, kann man mir ja via Kommentar bescheid geben. Ich bin gerne bereit dort nochmal anzuknüpfen und versuchen den Scanner unter Wine zum laufen zu bekommen …
Denn das wäre eigentlich eine schöne Lösung gewesen, da man hierfür keine Windows-Installation braucht, was uns auch schon auf die andere Methode führt.
Eine minimale Windows XP Installation, nur ausgelegt auf scannen! Die alte Windows XP SP1 CD gesucht und mit Hilfe von nLite eine wirklich kleine Windows XP Installations-Image erstellt. Dieses Windows kann nur Netzwerk, USB-Geräte und hat eine Scanner-Unterstützung – sonst nichts.
Die Iso-Datei ist 133 MB groß und das Windows wurde in eine VirtualBox installiert. VirtualBox ist übrigens Open Source und wird umsonst von Sun angeboten. Mein „Mini-Scan-XP“ bootet in wenigen Sekunden! Ich benutze zum Scannen in meinem Mini-XP das Programm XnView. Man kann natürlich jedes andere Programm, welches eine Image-Capture-Funktion hat, benutzen.
Man muss natürlich den Scanner über VirtualBox freigeben, damit er von dem Mini-XP angesprochen werden kann. Zudem ist es sinnvoll die Gasterweiterungen von VirtualBox zu installieren, damit man gemeinsame Ordner benutzen kann. Diese gemeinsamen Ordner sind insofern geschickt, da man die im Mini-XP gescannten Dokumente z.B. direkt in den Bilder-Ordner von Mac OS X ablegen kann.

Zur Übersicht:
- Windows Image erstellen (mit nLite)
- Dieses in VirtualBox installieren
- Gasterweiterungen von VirtualBox installieren
- gemeinsamen Ordner für z.B. die Bilder einrichten
- USB-Gerät freigeben (in dem Fall der Scanner)
- Scannertreiber und XnView installieren
- ggf. neustarten
Ressourcen-Verbrauch:
- ca. 600 MB Festplattenspeicher
- ca. freien 192 MB RAM
- Bootzeit keine 20 Sekunden
Das ganze läuft auf meinem iMac7,1 (Intel Core2Duo 2,4 GHz, 2048 MB-RAM, ATi HD 2600XT, Mac OS X 10.5.6).
Weiterführende Diskussionen:
http://www.apfeltalk.de/forum/welcher-scanner-hersteller-t223544.html
http://www.apfeltalk.de/forum/kamera-dokumente-scannen-t223637.html
Der Artikel „Treiberprobleme des Canon CanoScan 3200f unter Mac OS X umgangen.“ wurde von Sven verfasst und am 15.04.2009 um 13:01 Uhr unter der Kategorie Bildverarbeitung, Hardware, System veröffentlicht. Dieser RSS 2.0 Feed informiert über die neusten Kommentare. Über einen Kommentar, oder Trackback würde ich mich freuen.
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