Ich habe mal die bekanntesten Browser für Mac OS X unter die Lupe genommen. Viele Benutzer sind unschlüssig, welcher Browser nun zu ihnen passt, welcher kann dies gut welcher kann jenes gut. Deshalb habe ich hier eine kleine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der Browser verfasst, diese mit Benchmarks untermalt werden sollen. Unter die Lupe genommen wurden: Firefox, Camino, Safari, Safari (Rosetta emuliert), Shiira, Opera und Sunrise. Sie mussten Tests über sicher ergehen lassen wie Startgeschwindigkeit, RAM-Verbrauch, CPU-Last und Webseiten aufrufen.

Zuerst etwas allgemeines zu den Browsern:
Firefox (Version 2.0.0.6)
- Render Engine: Gecko Rendering Engine
- Besonderheiten: Lässt sich leicht Erweitern
- Lizenz: MPL (OpenSource)
Camino (Version 2007050909 1.5Int)
- Render Engine: Gecko Rendering Engine
- Besonderheiten: Gut an Mac OS X angepasst, nimmt keine Firefox Erweiterungen
- Lizenz: MPL/GPL/LGPL (OpenSource)
Opera (Version 9.22)
- Render Engine: Presto
- Besonderheiten: Komplettpaket (Email, Torrent, Widgets etc.)
- Lizenz: Proprietär/Freeware
Safari (Version 3.0.2 522.12)
- Render Engine: WebKit
- Besonderheiten: Systembrowser von Mac OS X
- Lizenz: Proprietär
Shiira (Version 2.0 build 070422)
- Render Engine: WebKit
- Besonderheiten: Mini-Vorschau der gesamten Webseite als Tab
- Lizenz: modifizierte BSD Lizenz (OpenSource)
Sunrise (Version 1.2.3)
- Render Engine: WebKit
- Besonderheiten: Minimalausstattung eines Browsers, sehr schnell
- Lizenz: New BSD Lizenz (OpenSource)
Jetzt kommen wir zu dem Teil der Diagramme und des Benchmarks. Ich werde jedes Diagramm kurz erläutern und deuten. Als Testgerät kam mein MacBook (Intel CoreDuo 1.83 GHz, 2 GB RAM) zum Einsatz mit Mac OS X 10.4.10 sowie ein DSL 768 KBit/s. Zum Test standen die o.g. Browser sowie mein modifizierter Firefox und ein mit Rosetta emulierter Safari.
Das Startverhalten. Als erstes wurde jeder Browser “kaltgestartet” also zum ersten mal nach dem Neustart (das hat wirklich lange gedauert, das für jeden Browser drei mal zu bewerkstelligen!). Der zweite Wert beläuft sich auf den “Warmstart”, also wenn der Browser schonmal lief, aber beendet wurde und nochmals aufgerufen wird. [weniger ist besser]
Anmerkung: Die WebKit basierenden Browser starten am schnellsten! Der Systemeigene Browser Safari ist der schnellste.

Seiten aufrufen. Als aufzurufende Webseite kam unsere zum Einsatz. Das erste Laden der Webseite wurde gemessen, dann die Zeit die der Browser braucht um die Seite durch den “Neuladen” Knopf zu laden und zu guter letzt das Laden aus dem Browsercache. [weniger ist besser]

RAM Verbrauch. Zu erst habe ich den Browser ohne Webseiten gestartet (der Cache wurde auch geleert) und den RAM Verbrauch festgestellt. Dann mit fünf Webseiten gefüllt und nochmals gemessen, diese waren 4pple.de, apfeltalk.de, isnichwahr.de, youtube.com und macnews.de. “RAM nur Seiten” ist die Differenz der o.g. Werte, man kann also sehen welcher Browser mehr RAM zur Anzeige der Webseite benötigt. [weniger ist besser]
Anmerkung: Shiira braucht sehr viel RAM für die Seiten, warscheinlich wegen den Vorschaubilder in den Tabs.

CPU Last. Die besagten Webseiten werden geöffnet. Mal sehen wieviel die Kandidaten benötigen um die Webseiten im Hintergrund zu behalten.
Anmerkung: Die WebKit basierenden Browser scheinen besonders Energiesparend zu sein, hingegen die Gecko’s haun gerne etwas mehr raus.

Fazit. Jetzt sollte sich jeder selbst ein Bild machen können, welcher Browser für ihn/sie am besten geeignet erscheint. Die Vorzüge des Firefox haben wir hier bereits besprochen. Aber nach diesem Test sehe ich mir Safari etwas genauer an, denn er ist der eindeutige Sieger, da manch ein anderer Browser mehr als ein emulierter Safari benötigt. Safari besitzt auch die beste Systemintegrität. Aber ob ich auf meine liebgewonnenen Firefox-Erweiterungen verzichten kann?
Die Werte sind natürlich keine Computerlabor Referenzwerte, aber sie zeigen schon in ungefähr die Richtung an. Ich übernehme daher keine Garantie auf 100%ige Richtigkeit!
Der Artikel „Der große Browservergleich“ wurde von Sven verfasst und am 03.08.2007 um 19:32 Uhr unter der Kategorie Internet, Software, Test veröffentlicht. Dieser RSS 2.0 Feed informiert über die neusten Kommentare. Über einen Kommentar, oder Trackback würde ich mich freuen.
Uff! Das habe ich nicht gedacht, dass Safari SO GUT abschneidet…aber da erkennt man den Cocoa würde ich sagen.
Was ich ja an Safari am meisten nicht mag (toller Satz was?) ist, dass er nach dem Neustart die Fenster nicht wieder herstellt. Dafür gibt’s zwar FortgetMeNot aber irgendwie funktioniert das manchmal nicht so richtig hab ich das Gefühl. :-/
Scheiss Browser Krieg! Das weisste nicht was du nehmen sollst.
[...] 4pple.de’s grosser Browservergleich Gregarious [...]
Interessant! Ich bin froh über den Test, hab auf anderen Seiten immer nur veraltete oder unvollständige Tests gefunden.
Und mit SafariStand wird Safari zu einem echt tollen Browser – das ersetzt dir sogar ForgetMeNot, Zettt!
Moin,
sehr netter Test! Nicht in Völle und Gänze, aber doch so einiges läßt sich bei Safari über div. Methoden – InputManager, SIMBL-PlugIns, Bookmarklets, … – nachrüsten. Ein paar Sachen, mit denen ich arbeite habe ich auf meiner Page gelistet: macsupport.redaktiv.de/netz-lan-wlan-internet-vpn-browser/pimp-my-safari.html
Gruß Stefan
Nicht wirklich, Corny.
SafariStand speichert leider nicht automatisch. Sondern nur auf Zuruf…
ForgetMeNot speichert die Tabs sobald du Safari beendest. Nur mit dem Absturz haperts…
nanu nana,sunrise hört sich schon mal gut an.
Safari ist für mich eher die zweite Wahl nach FireFox, denn mit den vielen Erweiterungen ist Letzterer wesentlich flexibler. Nebenbei habe ich beim Speicherverbrauch andere Beobachtungen gemacht (diverse Macs mit jeweils viel RAM): Safari verbraucht zwar anfangs pro Seite wenig speicher, häuft diesen aber an (memory leaks) und wird nach einigen Tagen und mit mehreren Fenstern, bzw. nach dem Aufruf vieler Adressen immer behäbiger. Spitzenwerte waren bei mir um die 1300 MB allein für Safari mit zwei simplen Webseiten. Ok, das war nach ca. 14 Tagen ununterbrochenem Betrieb, aber FireFox blieb bei solcher Beanspruchung immer unter oder um die 300 MB.
Safari lässt sich mit SAFT sehr gut erweitern. Absturzsichere Fensterwiederherstellung, Werbeblocker mit RegEX und diverse Zusatzfunktionen. Nach einem Absturz wird sogar vorher eine Auswahl der wieder zu öffnenden Seiten angezeigt, damit man in keine sich unendlich wiederholende Schleife kommt.
[...] Mal sehen wie sich der neue Fuchs schlägt! Vor längerer Zeit habe ich einen ausführlichen Browsertest durchgeführt, hiermit können wir vergleichen, ob sich denn viel getan [...]
[...] Wie “schnell” sind die jeweiligen Webbrowser? [...]