Update: Gameboy-Tetris auf dem Mac

Am 20.04.2012 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Da ich gerade auf Apfeltalk gelesen habe, dass das original Tetris (fürs iPad) von EA für 5.49 Euro verschachert, ist mir mein Tetris-Artikel von 2007 eingefallen. Zwar ist diese Version dann nur für den Mac, aber dafür die echte Gameboy-Version und dazu gratis.
KiGB Gameboy Emulator Icon

KiGB ist ein solider Gameboy Emulator. Die Webseite und das Programm sehen gepflegt aus, also wird man auch in Zukunft mit diesem Programm seinen Spaß haben. Und das stimmt 2007 gab es das Programm als Universalbinary für Tiger und heute läuft es ohne Problem auf Lion.

http://www.bannister.org/software/kigb.htm

Jetzt brauchen wir nur noch ein Gameboy-ROM auf dem Tetris (Download vom 4pple Server) enthalten ist. Ich habe das ROM hier gefunden:

http://www.n-roms.de/

So ähnlich sieht dann KiGB mit einem Tetris-ROM aus:
Tetris auf dem Mac

 

Viel Spaß beim Tetris spielen! :)

Xcode 4.3 UNIX-Tools

Am 17.02.2012 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Gibt es jetzt im Mac AppStore.

Die Besonderheit ist, dass es nun eine “normale” App ist und nicht mehr ein Installer den man mühselig nach jedem Update durch das Mac AppStore ausführen muss.

Dadurch, dass es jetzt quasi eine Standalone Anwendung ist müssen die UNIX-Tools extra installiert werden:

If you use Xcode, these tools are also embedded within the Xcode IDE, and can be installed on your system using the Downloads preferences pane within Xcode 4.3.

Aber man kann die “Command Line Tools for Xcode” auch separiert herunterladen, z.B. wenn man gar kein Xcode haben will, aber die UNIX-Tools (für gcc, make, clang, etc.)

Das 160 MB große Paket kann man sich kostenfrei mit einer Apple ID herunterladen:

https://developer.apple.com/downloads/index.action

Resume global abschalten.

Am 02.10.2011 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Die neu eingeführte Funktion Resume die mit Mac OS X 10.7 Lion eingeführt wurde, ist gewiss eine wunderbare Idee. Jedoch ist die Umsetzung noch nicht sonderlich gelungen und ich hoffe, dass dies noch im Laufe der Entwicklung verbessert wird.

Was stört mich?

Ganz einfach: Mir wird nicht der Schreibtisch präsentiert den ich verlassen habe, sondern Alles wird einfach irgendwie auf den Schreibtisch “gerotzt.” Und daher hat diese Funktion keinen Mehrwert für mich, sondern ist eher störend — ich hoffe ja noch auf eine Nachbesserung!

Und da Mac OS X diese Funktion nicht von sich aus abstellen lässt (was ich sehr schwach finde), muss ich es also manuell abschalten.

Resume abstellen

In

~/Library/Preferences/MyHost/com.apple.loginwindow.[ID-Nummer].plist

werden die Fenster die wiederherstellt werden sollen gespeichert. Diese Datei speichert sich also die aktuell offenen Fenster-Positionen der jeweiligen Programme ab.
Also am besten alle Programme schließen; dann sollte sich die Datei automatisch nach ein paar Sekunden aktualisieren und keine Fenster-Positionen gespeichert haben (nur noch die vom Finder.)

Wenn dann keine Fensterinformationen mehr dort drin stehen einfach unter Rechtsklick > Informationen > Geschützt einen Haken machen. Dann darf auf die Datei nicht mehr geändert werden und der Resume-Spuk ist vorbei!

Die Programm-State-Informationen werden im Ordner

~/Library/Saved Application State

gespeichert. Dort können die Dateien auch gelöscht und der Ordner geschützt werden. Die nicht mehr benötigen Programm-States werden dann auch nicht mehr erstellt.

Den Library-Ordner kann man erreichen indem man im Terminal open ~/Library eintippt oder in der Finder-Menü Gehe zu mit gedrückter alt-Taste navigiert.

Quellen:
[ 1 ], [ 2 ], [ ResumeMeNot — manuell Resume für jedes Programm einstellen ]

iPad: MarkMoneyPro das perfekte Finanztool, heute nur 2,99€

Am 27.08.2011 veröffentlicht, geschrieben von th0m2y

Hier ein Tipp für alle die sich ein neues Auto kaufen möchten und einen Kredit benötigen oder in Zeiten des schwachen Euros ihr Geld in eine Immobilien stecken wollen oder …

MarkMoneyPro ist ein professioneller Finanzrechner, der es ermöglicht in wenigen Schritten Kredite oder Hypothekendarlehen zu berechnen oder Spar- und Entnahmepläne zu erstellen.
Grundsätzlich ist MarkMoneyPro wie ein Taschenrechner aufgebaut. Im unteren Bereich werden die Daten eingegeben im oberen Bereich werden die Ergebnisse angezeigt.
Die grundsätzliche Möglichkeit nahezu jedes Feld zu berechnen, ermöglicht es Ihnen schnell und kompetent die wichtigsten Fragen zu beantworten, die im Zusammenhang mit Kreditbearbeitung und Vermögensberatung üblicherweise gestellt werden können.


Ganz wichtig: Heute gibt’s die iPad-App für 2,99€ statt für 4,99€
Hier geht’s zur Beschreibung!

Lion versteckt ~/Library/

Am 05.07.2011 veröffentlicht, geschrieben von th0m2y

Wie dem ein oder anderen Lion Benutzer vielleicht mal aufgefallen ist, ist die User Library standardmäßig nun ausgeblendet. Kurz nach dem ich Lion installiert hatte, wollte ich etwas in der Library suchen und da war sie einfach verschwunden. Das euch nicht das Gleiche passiert, hier die Anleitung wie man sie wieder einblendet.

Man öffnet das Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

chflags nohidden ~/Library/

Fertig! Nun ist sie wieder im Finder sichtbar.

Die Daten sind sicher unter Lion. Filevault 2!

Am 18.06.2011 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Datensicherheit ist ein wichtiges Thema und auch Apple hat daran gearbeitet und Filevault 2 ist dabei herausgekommen. Wer sich mit Filevault vergangener Systeme schonmal beschäftigt hat, hat sicher bemerkt, dass es diverse Macken und Schwierigkeiten bereitet hat.

Kernfunktion des neuen Filevault 2 ist die Verschlüsselung des gesamten Volumes bzw. Dateisystems. Man kann unter Lion jetzt sogar USB-Sticks, Festplatten (gilt natürlich auch für das Time Machine Volume) oder andere Medien direkt und komfortabel verschlüsseln — und zwar das gesamte Dateisystem. Man wird nun also direkt beim Bootvorgang nach einem Benutzerpasswort gefragt, es kann irgendein Benutzer des Systems sein. Bei anderen Medien wird direkt nach dem Einstecken nach dem gewählten Passwort gefragt.

Warum sollte man überhaupt Filevault benutzen? Ich denke es gibt mehr als genug Gründe dafür, der wichtigste ist wohl, dass Unbefugter Zugriff auf dem Mac auch unbefugt bleibt. Insbesondere bei einem Diebstahl, bleiben die Daten sicher. Falls man irgendwann den Rechner verkauft, waren die Daten nie im Klartext auf der Festplatte (also immer nur Kauderwelsch) und können somit niemals rekonstruiert werden.

Funktionsübersicht

Apple selbst hat eine kleine Funktionsübersicht erstellt. Aber in diesem Artikel möchte ich aufklären, was einen Filevault Benutzer erwartet — aber eins sei schonmal gesagt: es ist einfach, transparent und unproblematisch!
Filevault 2 auf der Apple Homepage

Filevault 2 einrichten

Wie schon angesprochen ist das neue Filevault ganz einfach einzurichten und erstaunlich schnell. Ich frage mich ob Apple den Intel-Hardware-AES-Befehlssatz der i-Cores umgesetzt hat. Aber selbst wenn nicht, es ist schnell und braucht keine merkbaren Ressourcen.

Schritt für Schritt

In den Systemeinstellungen von Mac OS X 10.7 Lion findet man unter dem Punkt Sicherheit die Option Filevault.

aktivieren

Zunächst müssen alle Benutzer des Computers ihr Passwort hinterlegen, damit sie sich auch alle bei booten des Rechners einloggen können. Also gibt es für ein verschlüsseltes Dateisystem wie es jetzt in Lion bei Filevault eingesetzt wird mehrere Passwörter, die valide sind.
Benutzer zuweisen

Wiederherstellungsschlüssel

Nur wird ein automatisch generierter Schlüssel angezeigt, den man sich für den Notfall aufbewahren sollte. Er fungiert quasi als zusätzliches Benutzerpasswort und ist eines der Zugangspasswörter.
Wiederherstellungschlüssel
Den Schlüssel kann man auch bei Apple speichern. Davon kann man halten was man auch immer will.
Wiederherstellungsschlüssel bei Apple speichern

Das Verschlüsseln des Dateisystems

Nach einem Neustart fängt der Computer an, das Dateisystem zu verschlüsseln und kann dann nur noch mit einem der oben erwähnten Passwörter entsperrt werden, auch wenn man die Festplatte ausbaut, und in einen anderen Mac steckt. Auch wenn man ihn per Target-Modus startet (der Mac wird zur dummen externen Festplatte), wird man beim mounten des Dateisystems nach einem Passwort gefragt. Ohne das Passwort findet man nur Datenmüll vor.
Neustart
Der Loginscreen vor dem eigentlichen booten des System sieht so aus:
Filevault 2 Login-Screen
Danach rödelt der Mac ein bisschen um alle Dateien zu verschlüsseln; man kann derweil normal arbeiten. Wenn das geschehen ist, wird alles live und transparent im Hintergrund ver- und entschlüsselt. Man muss sich nicht kümmern und hat eine hohe Datensicherheit.
Verschlüsseln im Hintergrund

Fazit

Ich finde es eine sinnvolle und tolle Entwicklung! Es läuft einfach und transparent und lässt keine Wünsche offen, zumal ich jetzt alle Medien verschlüsseln kann. Das Filevault 2 ist eine wunderbare Technologie! Ich kann nur jedem empfehlen nach dem Release Filevault anzuschalten und man muss sich um nichts kümmern. Alle Kritikpunkte des alten Filevault sind meines erachtens nach ausgemerzt.

Das neue Dateisystem kann übrigens nur von OS X 10.7 Lion gelesen werden. Ältere Systeme können damit absolut nichts anfangen!
Info zu Macinthosh HD

Kleine SSD, viel Arbeitsspeicher und das Schlafverhalten

Am 15.06.2011 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Wer eine kleine SSD in sein Mac eingebaut hat, kennt das Problem: Man hat doch relativ wenig Speicherplatz und dieses kostbare Gut soll nicht verschwendet werden.

Wer jetzt allerdings noch den Standard-Standby-Modus eingestellt hat und viel Arbeitsspeicher eingebaut hat, kann die Größe des Arbeitsspeicher auf der SSD frei schürfen mit Hilfe des u.g. Befehls. Erklärung: Der Standard-Hibernatemode 3 reserviert sich eine Sleepimage um dort den Inhalt des Arbeitsspeicher abzulegen, falls der Akku leer geht — und genau das ist bei mir nicht (wirklich) der Fall, irgendwann in den unteren 10 Prozent hänge ich das Netzteil an, oder wenn ich unterwegs bin ist halt Schluss, Hauptsache nicht ganz leer fahren, so dass der Arbeitsspeicher immer noch mit Strom befeuert werden kann. Im schlimmsten Fall ist kein Saft mehr da und der Mac ist “abgekackt”.

Mit dem Befehl:

sudo pmset -a hibernatemode x

kann man diesen Standbymodus auf 0 setzen, damit das Sleepimage nicht mehr benötigt wird. Und 3 ist wie gesagt der Standard.
Hier die Tabelle, was die einzelnen Modi genau machen:

* 0 – Die alte Sleep-Variante, in der das RAM über Akku oder Netzadapter mit Strom versorgt wird.
* 1 – Hier wird das RAM auf die Festplatte gesichert und der Laptop heruntergefahren.
* 3 – Der Standard-Modus neuerer Laptops vereint Modus 0 und zur Sicherheit Modus 1.
* 5 – Dieser funktioniert wie Modus 1, aber ist für sicheres virtuelles RAM gedacht, welches in den Sicherheitseinstellungen aktiviert werden kann.
* 7 – Dieser funktioniert wie Modus 3, ist aber ebenfalls für sicheres virtuelles RAM gedacht.

Aber das Sleepimage ist immer noch da! Man muss es händisch entfernen und da wir den Bedarf eines anzulegen abgeschaltet haben, wird auch kein neues angelegt. Wenn ein Modus wieder aktiviert wird, der das Sleepimage benötigt, wird es automatisch vom System angelegt. Dieser Tipp funktioniert so auch noch mit 10.7 Lion. So entfernt man es händisch:

sudo rm /private/var/vm/sleepimage

Upgrade your Finder – Tabs und mehr

Am 08.06.2011 veröffentlicht, geschrieben von th0m2y

Der gute alte Finder ist leider nicht sonderlich toll gemacht und bringt einen hin und wieder zur Weissglut, wenn man nach dem zehnten Finder-Fenster den Überblick verliert.

Meine Hoffnung, das sich das mit Lion ändert, ist leider gestorben.

Der TotalFinder ist eine Erweiterung für den Finder, die Ihn endlich angenehm macht.TotalFinder mit Tabs

Das beste Feature ist die Integration von Tabs – ja Tabs, wie wir sie vom Firefox und anderen Browsern gewöhnt sind. Das elendige Fenster-Sammelsurium hat endlich ein Ende. Statt jedes mal ein neues Fenster zu öffnen wir nun jedes mal ein neuer Tab erzeugt (selbst verständlich kann man auch neue Fenster weiterhin öffnen). Durch Shortcuts kann zwischen den Tabs hin und her navigiert werden und ebenso können auch neue geöffnet und geschlossen werden.

Mein zweites Lieblingsfeature ist die Integration der “Cut and Paste-Funktion”. Jedes Betriebsystem bietet diese Funktion, selbst das mit dem bunten Icon – aber der Finder leider nicht. Der TotalFinder integriert auch dieses Feature, natürlich mit dem Shortcut cmd+x.

Eine weitere tolle Eigenschaft, die sich in den Einstellungen (Finder -> Preferences -> TotalFinder) einschalten lässt, ist die Möglichkeiten die Sortierung anpassen zu können. Wenn wir bisher einen Ordner öffnen der Dateien und Ordner enthält, dann werden diese lexikographisch sortiert, was auch sinnvoll ist, jedoch sind Ordner und Dateien durcheinander. Der TotalFinder bietet die Möglichkeit, zuerst die Ordner und anschließend die Dateien anzuzeigen (natürlich weiterhin lexikographisch sortiert).

Auch die Möglichkeit versteckte und Systemdateien einzublenden bietet die Erweiterung. Weitere Features sind die Implementierung von Visor und einem sogenannten DualMode. Dieser bietet die Möglichkeit aus einem Finder-Fenster mit Tabs zwei aneinanderhängende eigenständige Fenster zu machen.Dual Mode des TotalFinder

Ein weiteres wichtiges Kriterium für alle OS X Nutzer ist das Design. Der TotalFinder integriert sich makellos in den Finder – es entstehen dadurch keine Schönheitsfehler oder Sonstiges. Natürlich bietet der TotalFinder auch eine automatische Updatefunktion und das Update für die Lion Kompatibilität wurde bereits diese Woche auch veröffentlicht.

Die Erweiterung, die sich wirklich lohnt, kostet $15. Kleiner Tipp: Es gibt eine 30-Tage Testversion und nach den 30 Tagen, hm probiert selber aus was passiert – nur so viel, bei mir sind die 30 Tage schon lange abgelaufen!

Ab zum Download!

iTunes in the Cloud — Musik legal waschen?

Am 06.06.2011 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Wie viele habe auch ich heute die Keynote verfolgt und gerade etwas zum doch recht interessanten iCloud gelesen.

Die Funktionen die es bietet sehen schonmal sehr gut aus und auch günstig. Ich werde sie auf jeden Fall mal ausprobieren, wenn sie rauskommen!

Jedoch sprang mir doch iTunes in the Cloud ins Gesicht. Es verspricht Musik die man über andere Wege eingekauft hat (z.B. CD-Rip, Schallplatte usw.) und im iTunes-Store verfügbar sind über die iTunes Cloud auf allen anderen Geräten die man besitzt (wohl auch der heimische Mac) zu “ersetzen” — sodass man sich halt die große Uploaderei spart im Vergleich zum Amazon-Musikclouddienst zum Beispiel.

Aber was ist jetzt, wenn Musik über dubiose Quellen auf den Rechner gelang? Wäscht die neue iTunes-Cloud diese Musik (theoretisch) rein und das noch in perfekter Qualität? Oder muss man gar nur Dummy-MP3-Dateien erstellen, die nur in der Struktur (Länge, Name etc.) gleich aussehen und iTunes schiebt mir die Musik auf den Mac?

Interessante Frage wie ich finde, und wie sich Apple dagegen schützt. Ansonsten läutet Apple gerade das Zeitalter der Musikwäsche ein! Und dieser Teil der iCloud kostet gerade mal 25 USD im Jahr — eine neue (ungewollte) Musikflat?

E-Mail Zertifikate und Verschlüsselung am Mac

Am 13.05.2011 veröffentlicht, geschrieben von Sven

Ich hatte es schon länger mal vor, bin aber nie richtig dazu gekommen mich dort einzuarbeiten. Für die Hochschule stand allerdings eine Semesterarbeit über Internetsicherheit an, indem ich den Bereich der Zertifikate in Angriff nahm und habe es direkt einmal umgesetzt.

Es ist ein wichtiges Thema und es sollten wirklich mehr Menschen nutzen, zumal es doch so einfach ist! Hier will ich also erklären, wie man sich ein Zertifikat einrichten kann mit Apple Mail und einem Google Mail Account (geht natürlich auch noch mit anderen).

Funktionsweise eines E-Mail-Zertifikats

Dieses Zertifikat ist ein Dokument, welches ein zusammengehöriges Schlüsselpaar enthält — den öffentlichen Schlüssel und den privaten Schlüssel. Sie ermöglichen es, dass der E-Mail-Verkehr signiert bzw. sogar (bei Bedarf) verschlüsselt werden kann. Eine Fallenfunktion sorgt dafür, dass man nur in eine Richtung (das verschlüsseln) schnell rechnen kann und in die andere Richtung extrem lange Zeit braucht (Jahre, Jahrzehnte,…).
Diese Schlüssel leben nun in einer solchen Symbiose, dass man mit dem öffentlichen Schlüssel (des Empfängers) etwas verschlüsseln kann (als Sender) und nur mit dem zugehörigen privaten Schlüssel (des Empfängers) diese Nachricht wieder in Klartext wandeln kann.

Nutzen auch wenn die Gegenstelle kein Zertifikat hat

Auch wenn die Gegenstelle (noch) kein Zertifikat besitzt, hat dieser auch schon einen Nutzen. Zwar kann man die E-Mail nicht verschlüsseln, weil er kein Zertifikat hat, aber er kann mit dem richtigen E-Mail-Programm die Signatur der E-Mail prüfen ob diese unverändert zu ihm gekommen ist. Da der Sender sein öffentlichen Schlüssel mitschickt, kann in Zukunft auch immer nachgewiesen werden, dass es definitv von ihm stammt und eben unverändert ist.
Programme wie Apple Mail, Thunderbird oder Outlook zeigen also direkt an, ob diese E-Mail erfolgreich signiert wurde und eine gültige Signatur besitzt — unabhängig davon, ob der Empfänger ein Zertifikat besitzt oder nicht. Leider unterstützen Webinterfaces wie Gmail noch keine Zertifikatsprüfung.

Nutzen wenn die Gegenstelle ein Zertifikat hat

Zusätzlich zur Prüfung der Signatur kann hier nun auch die E-Mail komfortabel verschlüsselt werden. Der Sender muss nur den öffentlichen Schlüssel seines Empfängers besitzen, dann kann die Nachricht mit Hilfe dieses Schlüssels verschlüsselt werden. Und wie oben genannt, wird dieser bei jeder signierten Mail mitgeschickt.
Mit dem jeweiligen privaten Schlüssel (den dann jeder auf seinem Rechner bunkert) kann nun die Nachricht “entschlüsselt” werden.

Zertifikat besorgen

Ich habe mir ein Zertifikat bei trustcenter geholt, welches ein Jahr lang gültig ist. Das ist kostenfrei und diese Zertifizierungsstelle ist von der Bundesnetzagentur offiziell akkreditiert.
Das ist schnell und einfach besorgt. Natürlich ist bei diesem Zertifikat das Vertrauen nicht so hoch wie es bei anderen (teureren) Zertifikaten der Fall ist. Als Class 1 Zertifikat, beweist es nur, dass man der Besitzer der jeweiligen E-Mail-Adresse ist. Aber 100 mal besser als keines!
Am besten mit Safari das Zertifikat holen, weil dann wird es direkt systemweit gespeichert (im Mac OS X Schlüsselbund). Wer Firefox oder Opera benutzt muss aufpassen, da diese nicht auf die systemweiten Zertifikate zurückgreifen! Das Zertifikat wird mittels Java-Script lokal erzeugt, weil der private Schlüssel darf niemals nach außen treten, sonst ist das ganze nicht mehr wirklich sicher — verständlich.

Nachdem ihr übrigens erfolgreich das Zertifikat erstellt habt, sollte es im Schlüsselbund auftauchen.Schluesselbund E-Mail Zertifikate

Apple Mail einrichten

Ich habe ein Google Mail Account, dies funktioniert auch mit jedem anderen IMAP oder POP3 Anbieter, allerdings erkläre ich hier nochmals wie man Apple Mail für GMail einrichtet. Das beinhaltet doch einige Tücken.

Vorbereitung: Google Mail richtig in Apple Mail einrichten

Google selbst gibt eine recht gute Beschreibung, wie man seinen E-Mail-Client einrichten kann (zu finden in GMail selbst). Zusammen mit diesen Bildern sollte man kein Problem haben mit dem IMAP-aktivierten GMail-Account zu kommunizieren.

Apple Mail und GMail
Apple Mail und GMail
Apple Mail und GMail

Persönliches Anliegen:
Apple Mail Plain-Text
Bitte immer alle Mails als Plain-Text verschicken, das ist quasi ein ungeschriebenes Gesetz — zumindest falls man einigermaßen professionell wirken möchte. Es gibt Ausnahmen, wo auch html-Mails angebracht sind.

Vorgehen: Signierung

Was geschieht bei der Signierung?: Der Sender bildet mit Hilfe seines privaten Zertifikatsschlüssels eine Signatur und hängt diese zusammen mit dem öffentlichen Zertifikatsschlüssel an die E-Mail an. Jetzt kann der Empfänger gegenprüfen, ob diese Nachricht unverändert bei ihm angekommen ist und ob sein Zertifikat gültig ist. Das Zertifikat ist ja über das Wurzelzertifikat der Zertifizierungsstelle gültig gemacht worden — wenn dort irgendetwas nicht stimmt (z.B. Betrüger etc.) findet man das somit recht schnell heraus.

Wenn beide Seiten ein Zertifikat besitzen und jeweils die öffentlichen Schlüssel bekannt sind, kann man auch verschlüsselt übertragen. Das geschickte ist, dass ja die öffentlichen Schlüssel mitgeliefert werden bei der E-Mail und Apple Mail legt diese in den Schlüsselbund ab, also kann die nächste E-Mail automatisch verschlüsselt übertragen werden. Ohne viel Aufwand.
Mein Gesprächspartner schickt mir also eine E-Mail mit seinem öffentlichen Schlüssel und ich kann ihm schon verschlüsselt zurückschreiben, und nachdem er meine Mail erhalten hat, kann er mit meinem öffentlichen Schlüssel wieder verschlüsseln. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, lege ich dir meine Facharbeit (asymmetrische Verschlüsselung) ans Herz. Apple Mail macht uns das aber so einfach, dass wir fast gar nichts davon merken, wenn wir es einmal eingerichtet haben.

Beim Sender

Hier ein kleines Bild, wie das aussieht, quasi nur ein Klick. Mail merkt sich sogar den Klick, also muss man sich quasi nicht mehr darum kümmern, wenn es einmal eingerichtet ist.
Apple Mail sendet verschlüsselt mit Signatur

Was geschieht beim Empfänger?

Und der Empfänger bekommt zumindest eine signierte Mail, selbst wenn er kein Zertifikat besitzt. Apple Mail und auch viele andere E-Mails-Clients (Thunderbird, Outlook, …) prüfen das Zertifikat! Und wie gesagt, wenn beide Kommunikationspartner ein Zertifikat besitzen können sie sogar verschlüsselt senden und haben damit sogar die E-Mail sicherer vor Dritten gemacht als es ein Brief täte.

Apple Mail empfängt Zertifikat

Fazit

Ich hoffe, dass dieser Beitrag motivierend war, sich selbst damit auseinanderzusetzen und selbst damit anzufangen und eventuell die Funktionsweise besser zu verstehen. Je mehr Leute es machen, umso besser ist die Sicherheit — man könnte damit sogar den “Spammern” das Leben erheblich schwerer gestalten! E-Mails können damit sicherer werden als normale Briefe, insbesondere wenn der Statt auch noch anfängt Zertifikate gekoppelt mit dem Ausweis auszustellen (Class 4 Zertifikate!) — dann kann man sich einer echten natürlichen Person sicher sein. Wenn noch ein Web Of Trust daran gekoppelt wird, fallen sogar noch Betrüger (die z.B. ihren echten Namen missbrauchen) aus dem Raster und können schnell identifiziert werden.

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